Burnout

Der Begriff Burnout -von englisch: burn-out = ausbrennen- beschreibt ein Beschwerdebild, für dessen Auslösung anhaltender Stress und Überlastung gelten. Betroffen sind neben Menschen im Berufsleben auch zunehmend Mütter, Studenten, Angehörige, die ein Familienmitglied pflegen. Charakteristische Symptome sind im mentalen und körperlichen Bereich vorhanden wie Erschöpfung, Antriebslosigkeit, Niedergeschlagenheit, Grübeln, Unzufriedenheit mit sich und der Arbeit, Resignation, Konzentrationsstörungen, sozialer Rückzug, Schlafstörungen, Magen- und Darmbeschwerden, Schwindel, Gleichgewichtsstörungen, Muskelverspannungen, erhöhte Anfälligkeit für Infekte. All dies kann Resultat des modernen Menschen sein, immer aktiv, immer erreichbar, immer höher, weiter, schneller. Wer Höchstleistungen bringt, ist z. B. angesehen beim Chef, wer nicht perfekt ist, ist nichts wert. Oder da ist jemand, für den man verantwortlich ist, den man über alles liebt und für den man Sorge zu tragen hat. Hier meine ich natürlich Eltern und Menschen, die ihre Angehörigen pflegen, und gleichzeitig berufstätig sind und/oder noch andere Familienmitglieder betreut werden müssen. Dauerhaft ist dies alles nur schwer durchzuhalten. Körper und Geist weigern sich zunehmend, bei diesem Stressdauerlauf mitzumachen. Es fehlt immer mehr an Energie, das Leben wird auf das Nötigste reduziert, meistens auf die Arbeit, soziale Kontakte und Aktivitäten, die einst Freude bereiteten, gehen in Verlust. Man funktioniert nur noch. Das Leben bleibt auf der Strecke. Keine Zeit dafür. Spätestens an diesem Punkt entstehen Fragen: Was mache ich da eigentlich? Wer bin ich? Warum agiere ich so? Ist das alles oder ist da noch mehr, wofür ich morgens aufstehe?

Hier kann geschaut werden, woher dieses ständige "Ich muss" kommt, was veranlasst werden kann, damit ohne Angst vor Konsequenzen mal "Nein" gesagt werden kann. Auch können Möglichkeiten aber auch konkrete Vorgehensweisen erarbeitet werden, wie der Alltag anders, besser oder sogar neu gestaltet werden kann. Zudem kann es für die Weiterentwicklung hilfreich sein, die Anspannung, den Stress abzubauen.

Manchmal kann es erleichtern, alles auszusprechen, was bewegt, was stresst, was einem über den Kopf zu wachsen droht. Um dann an einer Möglichkeit zu arbeiten, um dem Ausgesprochenen einen Ort, einen Platz zuzuweisen und dann neue Perspektiven zu erarbeiten. Vielleicht: Wie kann ich wieder mehr auf mich und meine eigenen Bedürfnisse achten und trotzdem meinen Pflichten nachkommen?